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Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve
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3 Fragen an die Generationenforscherin Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des IBE, Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen


[uv]magazin: Wir reden viel über die Unterschiede zwischen Babyboomern und GenZ: Die pflichtbewussten, loyalen, Hierarchie-akzeptierenden Älteren auf der einen Seite; die individuellen, Freizeit-bewussten, Feedback-einholenden Jüngeren auf der anderen. Aber: Was sind ihre Gemeinsamkeiten?
Prof. Dr. Jutta Rump: „Babyboomer und GenZ verbindet der Wunsch nach Gewissheit und Sicherheit. Denn durch Corona und die Kriege dieser Welt hat auch die junge Generation ein Unsicherheitsgefühl, wie es die frühere Generation ebenso hatte. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Welt mit hoher Geschwindigkeit verändert – und das ist der Normalzustand. Ich charakterisiere die GenZ als politisch engagiert, global vernetzt und heimatverliebt.“


Prof. Dr. Jutta Rump, Generationenforscherin und Direktorin des IBE, Instituts für Beschäftigung und Employability, Ludwigshafen
[uv]magazin: Wie kann man sich diese Gemeinsamkeiten im Betrieb – für ein besseres Miteinander der Generationen – zunutze machen?
Rump: „Jeder muss wissen, wie der andere tickt, was er möchte, was er braucht. Nur wer sich gegenseitig versteht, kann miteinander arbeiten. Alle müssen ein Stück weit aufeinander zugehen. Ein Beispiel aus meinem eigenen Team macht das sehr schön deutlich. Ich stamme aus der Babyboomer-Generation; bin also ein Digital Immigrant. Um eine KI-Anwendung zu verstehen, erbat ich von einem Nachwuchstalent eine Schritt-für-Schritt-Gebrauchsanweisung, nicht als Video, sondern geschrieben und sogar ausgedruckt. Diese Arbeitsweise war für ihn als Digital Natives kaum nachvollziehbar. Aber es funktionierte. Nur so, im Miteinander, kann es gehen.“
[uv]magazin: Wie führen Sie Ihre jüngeren Team-Mitglieder?
Rump: „Die jungen Leute überzeugt man nicht nur mit Fachkompetenz, sondern vor allem mit Sozialkompetenz."




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